
Eine etwas anspruchsvollere und längere Tour, die uns über knapp 400 km und 8 Pässe führt, dabei etwa
7500 Höhenmeter überwindet. Straßenzustand durchwegs gut und asphaltiert. Der Umbrailpass weist noch eine 3km lange Teilstrecke auf, welche nicht staubfrei sind aber doch sehr gut befestigt und für alle Motorradtypen gut zu fahren ist.
Abfahrt spätestens 9:00 und Ankunft etwa 18:00.
Routenbeschreibung:
Wir starten in Holzgau Richtung Osten und fahren durch das obere Lechtal bis Elmen wo uns bereits die Auffahrt zum ersten Pass erwartet – das Hahntennjoch. Kurz vor Bschlabs fahren wir ganz vorsichtig durch einen Tunnel, der von den Straßenbauern nicht gerade bikerfreundlich angelegt wurde, dort gab es bereits viele Unfälle! Weiter führt und das Asphaltbändchen südwärts in einigen schönen Kehren hinauf
aufs Joch (1894m, max. 14%). Nach den obligatorischen „Pass“-fotos geht’s nach Imst hinunter und weiter in das Pitztal.
Bei Wenns zweigen wir ab zur Piller Höhe (1558m, max. 18%) . Wem das nun von einer anderen Tour bereits bekannt ist, der hat recht. Über die Piller Höhe, allerdings nordwärts, führte uns bereits die Silvretta Tour. Bei der Abfahrt nach Prutz, in Kaunerberg, bremst uns eine etwa 500m lange Baustelle ein, die teilweise ampelgeregelt ist.
Die Verbindungsstrecke von Prutz südwärts bis Pfunds gestaltet sich recht unspektakulär und wird recht
flott gefressen.
Dann aber, bei der Kajetansbrücke, geht’s bedeutend spannender zum Reschenpass (1504m) hinauf. Am Vorbeiweg in Nauders machen wir uns unsere Fässer noch voll, da uns in Italien doch bedeutend höhere Benzinpreise erwarten.
Nachdem wir durch das obere Vintschgau Prad erreicht haben, steht uns das ultimative Highlight des Tages bevor – Die Königin der Alpen, das Stilfser Joch ( 2757m, max. 12%). Fertiggestellt wurde die Straße 1826, bis heute blieb die Trasse selbst mangels Alternativen unverändert. Wenigstens wurden die Kehren verbreitert, das war auch bitter notwendig, da sich hier punkto Fahrkönnen die Spreu vom Weizen trennt - nicht nur bei Bikern, sondern auch bei entgegenkommenden PKWs. Dabei haben die Ingenieure wahre Glanzleistungen vollbracht und wir können uns nun daran erfreuen.
Schwindlig von den 48 Kehren bergwärts oben angekommen haben wir uns eine Rast verdient. Fast schon obligatorisch ist der Bratwurststand auf der Passhöhe, der alle Jahre wieder dort oben seine guten Würste an den Mann / die Frau bringt.
Der nächste Pass, der Umbrailpass (2501m, max. 11%) zweigt 10 Kehren hinter der Passhöhe des Stilfser Joch Richtung Norden ab und führt uns direkt in die Schweiz. Leider haben die Eidgenossen den Umbrail noch nicht durchgehend asphaltiert aber doch ist die Strasse in einem sehr gut fahrbaren Zustand. Etwa 3km und darin 2 Kehren sind noch als gewalzte Schotterstrecke ausgeführt.
Der Ofenpass (2149m, max. 10%) ist der nächste Pass auf unserer Liste, als Erholung vom Stilfser Joch und Umbrail eher ruhig zu fahren aber doch recht reizvoll, führt er uns doch mitten durch den gleichnamigen Nationalpark.
Durch das untere Engadin erreichen wir wieder Österreich, wobei wir nicht die direkte Route wählen sondern über die kehrenreiche Norbertshöhe nach Nauders fahren. Dort stehen uns dann wieder die Zapfsäulen zur Verfügung.
Weiter geht’s wieder nordwärts den Reschen hinunter und bei Landeck ums Eck – nämlich westwärts ins Stanzertal. Da wir uns die Autobahnmaut sparen wollen fahren wir die Bundesstrasse durch die Dörfer bis St. Anton. Dort stehen wir am Fuße des bekannten Arlbergpasses. Kurz nach der Passhöhe (1793m, max. 13%) zweigt nordwärts der letzte Pass für heute ab, der Flexenpass (1773m, max. 10%). Interessant sind die Galerien an der Südrampe, die wir nun durchfahren. Diese wurden knapp nach der Jahrhundertwende gebaut und angeblich sollen noch Teile der
hölzernen Überdachung aus dieser Zeit stammen.
Nach der Überfahrt der Passhöhe fahren wir durch eine Geisterstadt, Zürs. Der Wintersport lässt Grüßen! Im Sommer trotz schöner Landschaft trostlos! Kurz danach erreichen wir Lech und damit eigentlich bereits das Lechtal. Denn hier, etwa 10km entfernt entspringt der Lech. Und Holzgau, unser
Zielpunkt, ist auch nicht mehr weit entfernt. Nach dieser doch recht anspruchsvollen Tour gibt’s dort dann die wohlverdiente Stärkung!