Die Schweiz hat trotz ihrer kleinen Fläche (41.284km²) unglaublich viele Besonderheiten und Gegensätze zu bieten. Verschiedene Sprachzonen, Lebensarten, Landschaften und Klimazonen prägen das Bild der Schweiz mit ihren 7,5 Millionen Einwohnern.
Allgemeines:
Geographisch ist die Schweiz in fünf klimatisch sehr unterschiedliche Räume aufgeteilt: den Jura, das Mittelland, die Voralpen und die Alpensüdseite.
Die offizielle Bezeichnung der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist "Confoederatio Helvetica", kommt aus dem Lateinischen und ist heute als Abkürzung CH zum Beispiel auf den Nationalkennzeichen der Autos, oder auch auf den Münzen und Banknoten des schweizer Franken zu finden.
Die Schweiz versteht sich als eine "Willensnation" was bedeutet, dass die Kantone frei beschlossen haben Teil des Staatenbundes zu sein. Die 26 Kantone bildeten weder sprachlich, noch konfessionell eine Einheit.
Besonderheiten des politischen Systems sind sicher die "Direkte Demokratie" in der das Volk zum Beispiel durch Volksabstimmungen direkten Einfluss auf die Politik hat, sowie der ausgeprägte Föderalismus in dem Kantone autonom, sehr weitgehende Befugnisse zum Beispiel in der Erhebung von Steuern haben.
Geschichtliches:
Im Gründungsjahr 1291 war die Alte Eidgenossenschaft noch ein loses Bündnis von Talgemeinschaften der Zentralschweiz, die ihre wohlerworbenen Autonomierechte gegen den Machthunger der Habsburger verteidigen wollten.
Ob Wilhelm Tell (Der Freiheitsheld der Nation) tatsächlich gelebt hat ist umstritten. Auf jeden Fall verkörpert er bis heute in der schweizerischen Bevölkerung den Geist der Alten Eidgenossen. Bald gesellten sich auch Städte zur Eidgenossenschaft. Die Reformation im 16. Jahrhundert brachte eine Zerreissprobe mit mehreren Bürgerkriegen zwischen den Städten des Mittellandes und den konservativen Landgebieten.
1798 kam es auch im Gebiet der Schweiz zur Revolution, mit französischer Hilfe wurde die alte Ordnung durch Revolutionäre gestürzt und es entstand die Helvetische Republik. Der französische Kaiser Napolon diktierte dem Land 1803 eine föderalistische Verfassung, in der die Kantone Aargau AG, St. Gallen SG, Thurgau TG, Tessin TI, Waadt VD und Graubünden GR zu gleichberechtigten Mitgliedern der Eidgenossenschaft wurden.
Nach dem kurzen Sonderbundskrieg 1847 war der Weg geebnet für den modernen Bundesstat mit der Verabschiedung der Bundesverfassung von 1848.
Spezialitäten:
Fondue - Eine weltberühmte Spezialitäten aus der französischen Schweiz ist sicherlich das Fondue. Es gibt Käse-, Fleisch- und Fischfondue, wobei das Käsefondue wohl das ursprünglichste ist. Beim Käsefondue wird ein Stück Weissbrot oder gekochte Kartoffel auf einem Spiess in eine heiße, zähflüssige Suppe aus verschiedenen Käsesorten und Weißwein getaucht welche mit Kirschwasser, Knoblauch und Pfeffer abgeschmeckt ist. An Käse wird meist Vacherin und Greyerzer vermischt, eine kräftigere Variante ist ein Gemisch aus Greyerzer-, Appenzeller-, Emmentaler- oder Zigerkäse. Jede Region und jede Käsehandlung schwört auf seine eigene Mischung.
Bündnerfleisch - Hier handelt es sich um eine Spezialität aus dem Kanton Graubünden. Rindfleisch aus der Oberschenkelmuskulatur wird mit Salz, Salpeter und Gewürzen einige Wochen lang in einem geschlossenen Behälter bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gelagert und dabei in regelmäßigen Abständen gepresst. Daher hat es nach der Behandlung seine charakteristische, rechteckige Form und ist ohne Zusatz von Konservierungsstoffen haltbar. Bündnerfleisch wird hauchdünn geschnitten auf Brot, oder in feine Streifen oder Würfel geteilt in Suppen gegessen.
Rösti - Weit über die Schweizer Grenzen hinaus sind die Kartoffelplätzchen des Alpenlandes beliebt. Sie ähneln sehr den deutschen Kartoffelpuffern, werden im Gegensatz zu diesen jedoch ohne den Zusatz von Mehl oder Ei als Bindemittel in heißem Fett gebraten. Durch die Beimischung von Speck, Zwiebeln, Käse oder auch Sellerie, Äpfeln oder frischen Kräutern sind unterschiedliche Varianten erhältlich. Eine zum Beispiel in Bern übliche Art der Zubereitung ist das Überbacken mit Käse (Berner Rösti).